Andere Läden, andere Sitten…

29. April 2008 at 09:58 | In Denkwürdiges | Leave a Comment
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Quelle: Ute Pelz, pixelio.de

In dem Zooladen, in dem ich arbeite, werden neue Fischlieferungen in ihren Beuteln zum Temperaturangleich in die Verkaufsbecken gehängt. Dabei wird der Beutel angeritzt, sodaß das Wasser des Beutels und das des Aquariums sich langsam vermischen können – der Nachteil dabei: das Transportwasser landet im Becken. Der Vorteil bei dieser Methode ist jedoch, daß die Fische nicht gleich einen Schock durch die veränderten Wasserbedingungen erleiden.

Heute hatte ich Zeitausgleich und machte einen kleinen Bummel in einem nahegelegenen Einkaufszentrum. Im dortigen Zoogeschäft war gerade eine Fischlieferung angekommen, ein Kunde wartete wie ein Kind mit weihnachtsglitzernden Augen auf seinen bestellten Rochen und die Verkäuferinnen sortierten die neuen Fische. Was mich jedoch sehr erstaunte, war die Art und Weise, wie sie die Fische einsetzten: hurtig den Beutel aufgeschnitten und den Inhalt über einem Kescher ausgegossen, mal ging dann ein Fisch daneben und mußte flugs wieder aus dem Waschbecken geholt werden. Dann ging die Verkäuferin mit dem fischvollen Kescher das jeweilige Verkaufsbecken suchen und entleerte diesen direkt hinein. Natürlich hat diese Methode den Vorteil, daß kein Transportwasser ins Verkaufsbecken gelangt, aber ich fand diese Vorgehensweise doch recht krass, weil die Fische ohne Temperatur- oder Wasseranpassung einfach hineingeschmissen werden. Ich meine, da predigt man den Kunden tagtäglich, wie man Fische behutsam und richtig einsetzt, und selbst pflegt man keine Rücksicht auf Verluste? Das finde ich schon sehr seltsam…

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