Paradigmen der Aquaristik Teil I – Techniklose Aquarien

14. Januar 2009 at 19:31 | In Paradigmen der Aquaristik | 2 Comments
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             Quelle: ookami dou/ flickr.com

In den Anfängen der europäischen Aquaristik gab es keine Möglichkeit Aquarien mit technischen Hilfsmitteln wie Heizstäben, strombetriebenen Filtern oder anderen Gerätschaften auszustatten. Man betrieb die Aquarien daher lange Zeit weitgehend techniklos. Bei sehr wärmebedürftigen Arten griffen unsere aquaristischen Vorväter gelegentlich auf Petroleumlampen zur Beheizung zurück. Erste Umwälzungs- und Belüftungsmaßnahmen wurden durch springbrunnenartige Konstruktionen getätigt. Mit der Verbreitung des elektrischen Stromes kam auch der Wunsch auf, die aquaristischen Bestrebungen durch praktikable Apparaturen zu erleichtern, und so wurden ab der Mitte des 20. Jahrhunderts immer mehr technische Konstruktionen erdacht und entwickelt.

Die Weiterentwicklung der Aquaristik während der letzten einhundert Jahre ist vor allem auf das Verständnis zurückzuführen, dass ein Aquarium in der Regel ohne entsprechende technische und chemische Unterstützung keinen Lebensraum für Fische und Pflanzen bieten kann. Der Schwerpunkt der technischen Weiterentwicklung lag dabei vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ausschlaggebend war neben einem zunehmenden Wissen über die biologischen und chemischen Vorgänge in einem Aquarium die Verfügbarkeit von Materialien für den Bau immer ausgefeilterer Aquarienfilter, verbesserter Beleuchtungssysteme und kleinerer Pumpen sowie eine ausreichende Kaufkraft eines genügend großen Anteils der Bevölkerung, der bereit war, in dieses Hobby zu investieren und solche Produkte nachzufragen. (wikipedia.com)

Techniklose Aquarien sind heutzutage weitgehend aus der Mode gekommen, vor allem als die bis vor wenigen Jahren recht populäre Goldfischkugel zurecht immer verpöhnter wurde. Die Mehrheit aller Aquarianer schwört auf die Vorteile ausgereifter Aquarientechnik und könnte sich die hilfreichen Filter, Heizstäbe und Beleuchtungskörper gar nicht mehr wegdenken. Dennoch gibt es immer wieder Einzelne, die es wagen, wieder ein technikloses Aquarium zu betreiben. Besonders im Bereich der immer beliebter werdenden Wirbellosen-Kleinbecken bekommt diese Aquarienvariante wieder Anhängerzulauf. Daß aber auch größere Becken bei sparsamem Besatz absolut techniklos zu betreiben sind, zeigen die Berichte auf Peter Pan´s Blick in die Welt.

2 Kommentare »

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  1. Hallo!

    besten Dank für’s Verlinken und die Nennung meines Berichtes. Das grosse Becken mit den Paradiesfischen und Siamesischen Rüsselbarben läuft immer noch einwandfrei techniklos. Auch eine längere futterlose Zeit haben die Fische gut überstanden (10 Tage Urlaub), die Zwerggarnelen in den anderen Becken sowieso. Auch den Kampffischen in den techniklosen kleineren Becken geht es prima. Und siehe: Es funktioniert.

    Gruss und noch viel Spass
    Peter

    PS: Seemandelbaumblätter könnte ich momentan ohne Ende sammeln; denn ich bin grad in Thailand’s Süden.

  2. Hallo Peter!

    Ach hast du es schön – ich möchte jetzt auch lieber in der warmen Sonne sein …Seemandelbaumblätter zu sammeln ist nie verkehrt. Liebe Grüsse nach Thailand und danke fürs Vorbeischauen.


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