Die Schweinegrippe ist da…
4. November 2009 at 20:34 | In Nicht kategorisiert | 4 CommentsTags: h1n1, schweinegrippe
Quelle: feerieger/flickr.com
In letzter Zeit hatte ich recht viel um die Ohren, fühlte mich etwas überspannt und kam leider kaum noch dazu zu schreiben. Dafür schaffe ich es heute wieder, denn meine Kleine, die gestern mit Papa wegen Husten und Fieber beim Arzt war, wurde positiv auf die H1N1-Grippe getestet. Jetzt bin ich zuhause in Pflegeurlaub, denn mein Lebenspartner bekommt in seinem Job als Altenpfleger erst einmal nicht frei, solange er nicht selbst nachweislich an der Schweinegrippe erkrankt ist…daß er als Überträger das Virus ins Altenwohnheim einschleppen könnte ist seinen Vorgesetzten offensichtlich egal.
Ja, und jetzt sitze ich mit der Kleinen zuhause und warte, ob sie es noch rechtzeitig vor dem Wochenende schafft mich anzustecken, daß ich ja nichts davon habe, wenn sie dann – vermutlich bereits genesen – bei der Oma übernachtet und ich aufgrund von Schweinegrippe meine Samstagabendpläne verwerfen muß. Es ist wirklich unglaublich: in der Nacht von vorgestern auf gestern hustete sie gut 8 oder 10 Stunden ohne Unterlass und hatte starke Halsschmerzen. Heute bereits turnt sie im Wohnzimmer umher und ist kaum zu bändigen – ununterbrochen will sie Beschäftigung und schlägt sogar Purzelbäume. Dennoch muß sie die restliche Woche zuhause bleiben, denn immerhin ist die Schweinegrippe nicht mit allen Kindern so gnädig – gerade vor einigen Tagen starb ein kleines Mädchen hier in der Stadt weil die Schweinegrippe von einer bakteriellen Infektion begleitet wurde und die Lungenfunktion lahmlegte. Jetzt werde ich mir erst einmal ein Stamperl Obstler eingießen…so ein Klarer wirkt doch manchmal Wunder, wenn auch nicht gegen die Grippe, dann doch zumindest für meine Nerven (das war heute ein wirklich laaanger Tag).
Land unter!
21. September 2009 at 21:26 | In Nicht kategorisiert, Zoogeschäft | Leave a Comment
Quelle: Blue Petunia/ flickr.com
Heute unterlief mir wieder einmal ein Multitasking-Malheur. Wir haben gerade Baustelle im Laden, weil wir eine neue Deckenbeleuchtung bekommen und so stehen unsere Ausstellungsbecken und einiges an Ware überall im Raum verteilt um dem Elektriker Platz für seine Leiter zu gewähren. Nicht nur, daß das ganze Herumhantieren des Elektrikers heute meinen Fluß ziemlich störte, es aperte durch die Umräumarbeiten auch jede Menge Dreck aus, der nun weggeputzt werden sollte. Nebenbei führte ich noch ein, zwei Wasserwechsel durch, die schon seit einigen Tagen anstanden. Just als mein Chef gerade Aquarium liefern war und unser Lehrling zur Mittagspause ging, kam eine Frau in den Laden mit einem Garantiefall für ein 60-Liter-Aquarium. Die Kundin teilte mir außerdem noch gleich mit, welche Dinge sie außer dem neuen Aquarien-Unterteil bräuchte und so hatte ich alles mögliche abzuhaken: Aufklebethermometer heraussuchen, Rückwandfolie zuschneiden und – relativ zeitaufwendig – die Abdeckung des alten und des neuen Aquariums auszutauschen, was angesichts der Verriegelung der Abdeckungen gar nicht einfach war. Dabei vergaß ich schlichtweg darauf, daß ja nach wie vor das Wasser lief. Als dann unser Lehrling von der Mittagspause zurückkam, vernahm ich einen aufgeregten Schrei: „Was ist denn hier passiert?“ Ui, ui, dachte ich und mir schwante übles. Ich fertigte also noch die Kundin rasch ab und lief nach hinten. Was für ein Desaster! Mindestens 100 Liter Wasser, wenn nicht noch mehr, zogen eine nasse Furt durchs Geschäft. Dabei weichten sie gleich noch die ganzen Verpackungen der umherstehenden Aquarien und Filter ein bis sie nach ca. 8 Metern in einem Haufen rasch aufgelegter Putzfetzen versickerten.
Schöne Bescherung – wir schaufelten soviel als möglich mit Kehrschaufeln in bereitgestellte Kübel, auch ein Kunde half uns noch eifrig dabei und, als dann noch unser Chef dazustieß, packte auch er noch kräftig mit an. Ich bin froh, daß er Fassung bewahrt hat und mir nicht gleich den Schädel vom Rumpf gerissen hat für diese Überschwemmung. Im Gegenteil – er nahm es mit Humor und meinte: „Wieso müßt ihr das immer so umständlich machen, wenn ihr einmal das Geschäft wischen wollt?“ Lieber Chef: Danke!
Dafür bekam dann der Elektriker sein Fett weg, denn dieser hatte ihm mit der ganzen Bohrerei das gesamte Sera-Verkaufsregal, sowie den Kassentisch zugestaubt, ebenso auch alle Aquarien…das fand er dann nicht so prickelnd, denn das Säubern eines solchen Regals nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, da man ja alle einzelnen Dosen herausnehmen, abstauben und wieder einsortieren muß. Naja, aufgrund des vieles Staubes wären wir ums Wischen ohnehin nicht herumgekommen…nur machen wir es eben umständlicher
Wäre die Fischtante…
26. August 2009 at 22:06 | In Nicht kategorisiert | 2 CommentsTags: Fischtante
…ein Buch, so würde sie bereits über 213 Worddokumentsseiten bei Schriftgröße 12 befüllen. Ich hab das nämlich getestet, weil ich inzwischen alle meine Artikel in ein Worddokument hinüberkopiert habe, denn sicher ist sicher. Ich exportiere mir zwar immer meine Bloginhalte mittels einer WordPress-Datei auf meine Festplatte, aber ich bin da ja sehr skeptisch und habe daher lieber eine Kopie in Form eines Schriftdokumentes. Durch diese Kopieraktion ist mir auch aufgefallen, daß in einigen älteren Beiträgen keine Fotos mehr zu sehen sind – das ist das Problem bei den Bildquellen aus dem Web: irgendwann werden immer wieder mal welche von den Plattformen (flickr, pixelio, usw…) entfernt bzw. vom Urheber gelöscht. Sogar eigene Fotos, die ich bei imagehack hochgeladen hatte, wurden auf andere Bildadresse verlegt – warum imagehack das gemacht hat, weiß ich aber nicht. Jedenfalls werde ich versuchen die Artikel erneut mit Bildern zu versehen – ist doch einfach netter, wenn ein Foto dabei ist, sonst wirkt das Layout so trocken…
Die Top 3 der Fischtante-Artikel halten sich übrigens recht konstant- Platz 3 belegen die Penisfische mit 1336 Klicks, Platz 2 die vermeintlich kannibalistischen Goldfische mit 1397 Klicks und weit voran auf Platz 1 liegt die größte Spinne der Welt mit unglaublichen 5725 Besuchern. An dieser Stelle möchte ich mich einmal herzlich bei allen meinen Stammlesern und Besuchern bedanken. Als ich im März 2008 das Blog startete besuchten 36 Leser meine Seiten – der stärkste Monat war übrigens Mai 2009 mit 5148 Besuchen und jetzt im August (obwohl dieser noch nicht einmal vollendet ist) meldet mir meine Blogstatistik bereits 4419 Besucher. Das motiviert mich sehr und ich möchte euch alle herzlich einladen, daß ihr doch auch gerne einmal Themen vorschlagen könnt, über die ihr gerne einen Artikel lesen würdet. Ich freue mich im übrigen immer sehr über eure Kommentare
Liebe Grüße von eurer Fischtante.
Asphaltschafe
14. Juli 2009 at 21:22 | In Aus der weiten Welt, Nicht kategorisiert | 5 CommentsTags: Asphaltschafe, Hundefleisch, pensionierter Metzger
Quelle: kari smith/flickr.com
Ich treffe manchmal Menschen, welche wahrhaft eigentümliche Lebensgeschichten zu berichten haben, nicht nur in der Arbeit, sondern auch in meiner Freizeit – irgendwie ziehe ich schräge Vögel an. Gestern saß ich mit meinem Vater an seinem Stammtisch, wo sich regelmäßig mehrere ältere Männer zwischen 65 und 80 Jahren zum Schwatzen treffen. Dann und wann schwelgen sie in ihren Erinnerungen an ihre jungen Jahre und ich gehe mit ihnen auf eine Zeitreise.
Am Tisch saß unter anderem Willi, seines Zeichens Metzger in Rente und 76 Jahre alt. 46 Jahre lang war er im städtischen Schlachthof angestellt, später führte er dann noch einen Fiakerbetrieb (Kutschfahrten). Seit 56 Jahren hat er eine Freundin mit der er 3 Kinder hat, geheiratet hat er jedoch eine andere, welche sogar 4 Kinder von ihm hatte…ein paar weitere uneheliche Kinder kamen noch hinzu… Willi war ein wilder Hund, wie man bei uns zu sagen pflegt. Er versetzte in seinen Glanzzeiten sogar die Polizei in Angst und Schrecken, was diese aber nicht davon abhielt ihn mehrmals ins Gefängnis zu bringen, natürlich „immer unschuldig„, wie er schmunzelnd beteuert. Und weil der Willi soviele Mäuler zu stopfen hatte, war er immer recht erfinderisch, was lukrative Geldquellen betraf…so entledigte er beispielsweise gegen einen finanziellen Obulus hochversicherte Rennpferde, die auf der Rennbahn nicht genug Geld einbrachten. Und das lief dann so ab: Der Besitzer des jeweiligen Rennpferdes ließ dieses auf eine hohe Summer versichern und, wenn es bei den Rennen nicht regelmäßig gutes Geld einbrachte, dann schlug der Willi dem Tier einen Nagel in den Huf – der Nagelkopf wurde abgezwickt, sodaß man von außen nichts sah…Dann wurde das lahmende Tier dem Veterinär vorgeführt, der damals ja noch keinen HighTech-Röntgenapparat für so etwas hatte. Natürlich konnte dieser ein lahmendes Pferd nicht weiter zu Rennen zulassen und so mußte das Tier zum Abdecker, das heißt der Willi schlachtete das Tier und verwertete das Fleisch, die Überreste wanderten schnellstmöglich „in den Kanal„, damit die Versicherung nicht weiter nachforschen konnte.
Der Willi war, wie bereits erwähnt, ein wilder Hund. Ein altes Sprichwort besagt: „Man ist, was man ißt“ und der Willi aß gerne Hund, vor allem im Sommer, wenn die Schafe auf der Alm war…dann gab es seltsamerweise beim Willi immer noch frisches Schaffleisch. Hie und da besorgte er sich aus Tierheimen oder andernorts ganz besonders große und dicke Hunde, denn aus denen konnte er oft bis zu 20 Kilogramm Hundefett auslassen und Hundefett war früher sehr begehrt als Mittel gegen Lungenerkrankungen. So bekam der Willi damals nicht nur von den Zuhältern und Prostituierten, die oft aufgrund ihrer Lebensführung mit Lungenproblemen (Tuberkulose) zu kämpfen hatten ganz schön viel Geld für das Hundefett, sondern auch von der örtlichen Lungenklinik. Und das Fleisch der Hunde legte er dann in einer Lake ein und machte daraus Surfleisch, das er als „Schepsernes“ (Schaffleisch“) weitergab. Auch Speck machte er selbst und seine Kinder meinten, daß der Papa wohl den besten Speck weit und breit machen konnte. Seiner Frau und seinen Kindern gestand er jedoch niemals, woher das Fleisch stammte, doch seine Frau wurde irgendwann mißtrauisch und sprach ihn nach fast 30 Jahren einmal an, daß er ihr ja nie Hundefleisch bringen dürfe…war wohl zu spät…doch der Willi meint, das ist doch nicht weiter schlimm, denn alle seine Kinder sind immerhin groß und stark geworden. Früher gab es auch noch keine muslimischen Schlachter in der Stadt und die türkischen Nachbarn kamen also zum Willi um sich ihr „geschächtetes Schaf“ zu holen…nach einiger Zeit wurden auch sie mißtrauisch: „Du gehen mit Hund in Stall und Hund nie mehr herauskommen.“ Also bestellten sie Schaf „mit Kopf und Füßen„, was der Willi ja nicht parat hatte, daher erläuterte er ihnen: „Weißt du, das sind Asphaltschafe, die kommen aus Neuseeland und die haben das nicht mehr dran, weil sie ja immer auf Asphalt laufen.“ Und um alle Zweifel aus der Welt zu schaffen, biß er herzhaft in das dargebotene Fleisch hinein, denn er selbst würde ja „niemals“ Hundefleisch essen…
Daß der Willi, der wilde Hund, früher in den 70er Jahren sogar zu Pferd ins Puff hinein geritten kam, sein Pferd auch ungeniert in Gasthäusern drinnen abstellte, wenn keine Anbindemöglichkeit vor dem Eingang war, das möchte man heutzutage gar nicht glauben, wenn man ihn so sieht. Dieser alte Mann, der sich aus lauter Schmerzen kaum noch vom Stuhl erheben oder gar nach einem Geldschein am Boden bücken kann, war ein richtiger Draufgänger und sicher der Einzige, der jemals nackt zu Pferde durch die Hauptstrasse unserer Stadt geritten ist, als er eine Wette verloren hatte. Heute ist er alt und, als einer aus der Tischrunde ihn auf seine Freundin anspricht, antwortet er verklärt mit sich zusammenrunzelnden Lachfältchen: „Ich mag sie einfach gerne. Wir sind 56 Jahre beisammen. Und auch, wenn der Sex nicht mehr geht, haben wir es gut…“meiner“ hängt inzwischen halt in der Hose wie ein Maikäfer zu Weihnachten, aber das macht nichts.“
Entzündung am Finger
5. Mai 2009 at 23:09 | In Nicht kategorisiert | 7 CommentsTags: entzündeter Finger, Zoonosen
So ein Mist aber auch – heute war ich bei der Ärztin, weil mich schon einige Wochen leichte Schmerzen am Fingergelenk meines rechten Mittelfingers plagen und sich das ganze zunehmend entzündet hat (wahrscheinlich habe ich mich mit Dornen der Brombeeräste für die Stabschrecken gestochen und hinterher ins Aquarium gelangt). Es hat sich nun herausgestellt, daß es wohl eine Entzündung ist, der Finger mußte nun geschient werden und ich muß Antibiotika schlucken. Jetzt ist es natürlich beim Arbeiten blöd, weil der Verband ja nicht nass werden soll. Ich werde wohl unseren Lehrling fragen, ob er mit mir in den nächsten Tagen einige Arbeiten tauscht – ich putze die Nager und er Aquarien, oder so… Möglicherweise sind meine Einträge auch in den nächsten 1-2 Wochen etwas spärlich, denn so kann ich statt meiner üblichen Adleraugensuchsystem-Zweieinhalbfingertaktik (2 Finger rechts zum tippen plus der linke Mittelfinger auf der Großschreibtaste in Warteposition) nur mit eineinhalb Fingern schreiben, was ein wenig mühsam ist. Und mit der rechten Maustaste ist das momentan auch schwierig.
Filmtipp: Rumble Fish
19. März 2009 at 17:47 | In Nicht kategorisiert | Leave a CommentTags: rumble fish film
Einer meiner liebsten Mickey Rourke-Filme (ja, damals war er noch richtig attraktiv) heißt „Rumble Fish“. Es geht um die Geschichte zweier Brüder, die sich auf der Strasse durchkämpfen müssen und dennoch in ihrem tristen Leben gefangen bleiben. Der gesamte Film wurde in schwarz-weiß gehalten, lediglich die siamesischen Kampffische im Zooladen um die Ecke, ebenso gefangen wie die beiden Brüder, leuchten in den schillernsten Farben:
Fischtantes Blognews I
2. Februar 2009 at 21:50 | In Nicht kategorisiert | 1 CommentTags: Blognews
Heute habe ich meinen ersten Arbeitstag nach dem Urlaub hinter mir. Abgesehen von einer Schere, die mein Chef offenbar in meiner Abwesenheit verzweifelt gesucht hatte, gabs eigentlich nichts aufregendes und da bin ich recht froh darüber. Ich muß mich ja jetzt erst wieder warmlaufen
Übrigens: inzwischen ist “ Die größte Spinne der Welt“ der mit bereits über 630 Lesern meistbesuchte Artikel in meinem Blog und hat somit den bis dato unbestritten beliebtesten Beitrag „Kannibalismus bei Goldfischen“ (519 Leser) und den bislang zweitplazierten Artikel über „Die Schneckenlady“ (377 Leser) trotz der erst recht kurz zurückliegenden Veröffentlichung mit Siebenmeilenschritten überholt. An dieser Stelle möchte ich natürlich an euch alle, liebe Leser, ein ganz herzliches Dankeschön fürs Lesen richten. Erstmals in der Historie des Fischtante-Blog konnten wir außerdem vergangene Woche die 1000-Besucher/Woche-Marke sprengen, was mich natürlich ungeheuer motiviert. Zu den skurrilsten Suchbegriffen, mit denen Leute hier ins Blog gefunden haben, zählten in letzter Zeit übrigens „allergie pixelio“, „unfallleichen“ und „böse menschen“
Einen Fischtante-Klon bitte
3. Januar 2009 at 19:42 | In Nicht kategorisiert | 3 CommentsJa, ich müßte mich klonen können. Zu Hause stapelt sich die Hausarbeit und im Laden hinke ich in Sachen Putz- und Wartungsarbeiten weit hinterher.
Heute meinte mein Chef ich solle doch beim Füttern der Fische auch gleich alle Filter kontrollieren und putzen. Er hat gut reden – zur Zeit habe ich in der Arbeit mehr als doppelt soviel zu tun als ich mit meinem Arbeitsstundenpensum abdecken könnte und jeden Tag fallen dadurch bereits Überzeiten an. Ich fand das etwas unfair, denn natürlich kontrolliere ich die Filter auf ihre Funktionstüchtigkeit und spüle bei unzureichender Leistung auch die Filtermaterialien, aber mehr ist zur Zeit nicht drinnen. Seit einem Monat herrscht bei uns Hochsaison, oft mußten unser Lehrling und ich beide auch am Samstag rein, da wir soviele Kunden erwarteten und damit nicht zuviele Überstunden anfielen, gab es mitunter unter der Woche auch mal Zeitausgleich. Jetzt ist es aber so, daß ich ja an den Tagen, an denen unser Lehrling frei hatte, auch seine Arbeiten mitmachen muß, d.h. das Füttern der Nager, sowie das Sprühen und Versorgen der Reptilien – nebenher mußten freilich noch die Kunden betreut werden. Wenn dann unser Lehrling auch nicht wie eigentlich besprochen die fälligen Nagerkäfige gereinigt hat, fielen auch diese mir zu Lasten, denn ich kann die Tiere ja nicht in ihrer Schei**e sitzen lassen – gerade unlängst kämpften wir bereits mit einem Pilzbefall in unseren (wegen der Weihnachtsbestellungen) übervollen Nagerkäfigen. Überdies wachsen uns unsere Kaninchen derzeit etwas über den Kopf – die machen zur Zeit wahnsinnig viel Dreck. Mein Chef sagte, ich müsse ja nicht die Käfigreinigungen übernehmen, der Lehrling könne das dann ja machen, wenn er wieder da ist – wenn jedoch auf einen freien Tag unseres Lehrlings auch noch ein Feiertag oder ein Wochenende folgt, dann kacken die Tiere deswegen ja trotzdem munter weiter – das holt er ja niemals mehr auf, wo er doch offenbar trotz der Käfigreinigungen, die ich ihm abgenommen habe, nicht mehr mit der Arbeit nachkommt. Es ist einfach zuviel los hier momentan und man wird ständig durch Kundenbetreuungen von der restlichen Arbeit rausgerissen. Hinzu kommen die ganzen Feiertage, an denen ja auch keine Arbeiten erledigt werden konnten – der Dreck wird aber an Tagen, an denen wir frei haben, nicht weniger – er kumuliert sich aufgrund des tierischen Stoffwechsels… So kam es, daß ich es in den vergangenen Wochen oft nur zweimal wöchentlich schaffte die ganzen Fische durchzufüttern und auch nur die allernötigsten Wasserwechsel schaffte…und dann meint mein Chef auch noch, ich solle die Fische nicht so viel füttern. Was soll man da noch sagen?
Ein Klon wäre fein…am besten einen den ich nach getaner Arbeit einfach abschalten und in die Abstellkammer stellen könnte, nicht, daß es mir noch so geht wie Arnie in folgendem Ausschnitt…
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Quelle: catmac71/flickr.com