Sascha kriegt eine Maus

20. Juli 2009 at 16:29 | In Tiergeschichten | Leave a Comment
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 Quelle: agouti57/flickr.com

Sascha, der Junge der im vorigen Jahr einen Großteil seiner Ferien bei uns im Zooladen verbrachte, ist wieder da. Auch in diesem Sommer sind beide Eltern berufstätig und der 9-jährige verbringt Stunden um Stunden bei uns und löchert unseren Lehrling mit Fragen, weil sich zuhause niemand um ihn kümmern kann. Im vergangenen Jahr kaufte ihm sein Vater einen Hamster, der allerdings an einem Hitzschlag verstarb und auf meine Frage, ob er denn nun wieder ein Haustier hätte, meinte er: „Nein, mein Papa hat leider kein Geld übrig dafür.“ Ich fragte ihn, ob er denn noch einen Käfig zuhause hätte und er nickte: „Ja, der steht im Keller.“ Ich sagte dann zu ihm, er solle seine Eltern fragen, ob er eine Wüstenrennmaus haben dürfe, denn seit einigen Wochen saß eine adulte Wüstenrennmaus bei uns in einer kleinen Faunabox. Da das Tier aus einer früheren Lieferung übrig geblieben war und jeglicher Vergesellschaftungsversuch mit unseren anderen Wüstenrennmausgruppen scheiterte, mußte es nun sein Dasein in der Faunabox fristen, weil kein Kunde sich für eine ausgewachsene Wüstenrennmaus interessierte – wir hätten ja nicht einmal eine Schlange, der wir ein Futtertier dieser Größe verfüttern hätten können. So darf das Tier nun dem kleinen Sascha den Sommer verschönern und hat vielleicht noch eine halbwegs gute Zeit anstatt in der Faunabox um die eigene Achse zu rotieren. Morgen früh darf Sascha sie abholen.

Liebe auf den ersten Blick

26. Mai 2009 at 22:38 | In Tiergeschichten | 2 Comments
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 Quelle: Chrii/ Flickr.com

Manchmal wird der Zooladen regelrecht zur Lustgrotte…

Vor etwa 3 Wochen bekamen wir ein total abgemagertes, ausgewachsenes Kornnatternmännchen vom Vorbesitzer, der das Tier bei uns ablud mit der Begründung, daß er eigentlich Schlangen gar nicht mag…das ausgemergelte Tier sah auch dementsprechend ungeliebt, denn seine Wirbelsäule stand bereits weit hervor. Also peppelten wir ihn in den letzten Wochen erst einmal etwas auf mit vielen Mäusen. Als heute noch ein Pärchen adulter Kornnattern bei uns abgegeben wurden, wurde das enge Verkaufsterrarium plötzlich zum Schauplatz heißer Liebesspiele. Ich bin ja wirklich verblüfft, wie plötzlich das ganze anfing, denn kaum als die erste der neuen Kornnattern den Kopf ins Terrarium gestreckt hatte, ging es los, zuerst heftiges Kopfwackeln aller Beteiligten und wenige Minuten später wälzte und schlängelte sich ein verknotetes Schlangentrio wie wild durch sein Quartier. Ich glaube unser ausgemergelter Kornnatternmann hat durch seine Abgabe im Zoogeschäft doch tatsächlich eine Verbesserung in seinem Leben erfahren dürfen, auch wenn das Verkaufsterrarium  mit einer Grundfläche von etwa 80×50 cm sehr eng ist – immerhin bekommt er nun genug zu fressen und sogar heißen Sex :-)

Wie so eine Schlangenpaarung aussehen kann, wenn noch viel mehr Schlangen daran beteiligt sind:

Der Müllrammler

10. Januar 2009 at 19:18 | In Tiergeschichten | Leave a Comment

 

Quelle: Althea/ pixelio.de

Als Müllrammler bezeichnet man in meiner Region hie und da jene Leute, die den Müll durchwühlen um Brauchbares zu finden oder um einfach nur neugierig zu sein, ob die Nachbarn auch ja Mülltrennung betreiben. Inzwischen kenne ich aber einen Müllrammler im wahrsten Sinne des Wortes. In der gesamten Nachbarschaft kennt jeder inzwischen jenes schwarze Kaninchen, das sich die Mülltrennstation des Viertels als Hauptquartier auserwählt hat. Eigentlich gehört es ja einer Familie, die ein Stück weiter der Strasse entlang, ein kleines Reihenhäuschen mit Garten hat – dort hat das Kaninchen eigentlich einen riesigen Freilaufbereich, aber offenbar ist es ausgebüchst bzw. büchst es immer wieder aus und läuft hinüber zur Müllinsel. Warum es das tut ist mir schleierhaft – bei fast 20°C unter Null könnte ich mir angenehmeres vorstellen als auf dem Müllplatz rumzuhoppeln, noch dazu, da daneben eine stark befahrene Strasse verläuft. Einfangen läßt es sich nicht und selbst, wenn man versucht es in Richtung seines Gartens zu scheuchen, schlägt es Haken und hüpft schnurstraks zu den Müllcontainern zurück…viel Freßbares dürfte es dort auch nicht geben, da dort kein Biomüll gesammelt wird, sondern lediglich Plastik, Dosen und Altpapier… Ziemlich verrückt ist ja auch die Geschichte, wie die Besitzer des Tieres überhaupt zu dem Kaninchen gekommen sind – ursprunglich hatten sie nämlich ein weißes Kaninchen, das eines Tages im vergangenen Sommer verschwand. Sie hängten überall im Viertel Suchzettel aus, bekamen jedoch keine Resonanz und es kam der Verdacht auf, daß der Marder wohl das weiße Kaninchen geholt hatte. Witzigerweise tauchte wenige Tage nach dem Verschwinden des weißen Kaninchen plötzlich das schwarze Kaninchen im Garten der Familie auf, bezog dort Station bis es sich nun zur kältesten Jahreszeit ein Stückchen weiter bei der Mülltrennstation einquartiert hat. Wirklich irre…

Von Ammenmäusen und dem Mäuseparadies

29. Dezember 2008 at 20:42 | In Hilfreiches, Tiergeschichten | Leave a Comment
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Quelle: jedibamf/ flickr.com

Bevor das alte Jahr sich nun dem Ende zuneigt, noch zwei kleine, aber sehr positive Notizen:

Die Sache mit unseren Ammenmäusen funktioniert wunderbar – da wir einige hochträchtige weiße Mäuseweibchen in einer Futtermauslieferung vor einigen Wochen dabei hatten, nahmen wir diese aus dem großen Käfig heraus und setzten sie separat in einen kleineren Käfig damit sie dort ungestört werfen können. Wie auch schon bei früheren Versuchen, gelang es auch diesmal wieder wunderbar den Mäusemüttern fremde Babies zu ihren eigenen dazu unterzujubeln um die sie sich auch alle gemeinsam kümmerten. Dabei ist es ihnen egal, daß sie dann nebst ihren eigenen Kindern auch die fremden Babies mitsäugen und es ist sogar egal, daß einige größer und älter sind als die anderen, welche womöglich gerade erst geboren wurden. Um ständig lebende Babymäuse für Reptilienhalter als Futter lagernd zu haben, sind wir ja gezwungen auch jede Woche Babymäuse vom Großhändler zuzukaufen. Wenn die Kunden dann nicht bereits am Anlieferungstag kommen um die Mäuschen zu holen, dann verenden sie leider immer wieder qualvoll in den darauffolgenden Tagen, sei es durch Kälte oder Durst und Hunger. Umso mehr freue ich mich, daß die Ammenmaus-Sache so wunderbar funktioniert – so packen wir die angelieferten Babymäuschen direkt nach der Anlieferung ins warme, weiche Nest zu den anderen Babies und ihren (Zieh-)Müttern, von denen sie dann gleich angenommen und umsorgt werden. Es ist schon ein drolliger Anblick, wenn man in das Nest reinsieht, wo sich die drei oder vier Muttis mit ihren vielen Kindern und Ziehkindern in verschiedener Größe auf einem Haufen zusammenkuscheln

Eine andere Mausgeschichte, die mich sehr berührt: ein junges Paar kam in den Laden um sich über Rennmäuse zu informieren. Gerade, als ich den Leuten erklärte, daß man diese Nager gut in ausgedienten Aquarien halten könne, weil man darin die Einstreu schön hoch aufschütten kann, kam ein anderer Herr in den Laden und meinte, er wolle sich aquarientechnisch verkleinern, daher wollte er fragen, ob wir ihm eventuell sein gebrauchtes Aquarium abkaufen möchten. Es hätte etwa die Maße 150 x 50 x 60cm. Da wir weder einen Lieferwagen besitzen um so ein großes Becken abholen zu können, noch uns das Geschäft selbst sabotieren möchten (wir verdienen am Verkauf von Neuware ja wesentlich mehr und können dann auch Garantien geben und einhalten), verbandelte ich den Herrn gleich mit den Mäusehaltern-in-spe. Diese fuhren dann auch sofort mit dem Mann zur Aquarienbesichtigung. Einige Wochen später kamen sie wieder um einiges an Zubehör wie etwa Häuschen und Einstreu zu kaufen – sie berichteten mir, sie hätten das Aquarium schließlich günstig erstanden (um etwa 50 Euro) und schon eine richtige Abenteuerlandschaft für die künftigen Bewohner eingebaut. Das nenne ich ein Mäuseparadies :-)

Treu wie ein Skalar

13. September 2008 at 21:06 | In Tiergeschichten | 3 Comments
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 Quelle: Jeff Kubina/flickr.com

Seit kurzem bewohnt ein Skalarpärchen, das ich von einem Bekannten aus weniger guter Haltung übernommen habe, mein Gesellschaftsbecken zuhause. Heute mußte ich leider feststellen, daß sich das Weibchen zwischen Javafarn und Innenfilter verklemmt hatte. Sie mußte wohl sehr gekämpft haben in der Hoffnung sich zu befreien – leider erfolglos. Dabei dürfte sie sich stark verkrümmt und eventuell auch an der Schimmblase oder dem Rückgrat verletzt haben, denn seither muß sie sich sehr abmühen beim Schwimmen und treibt immer seitwärts Richtung Wasseroberfläche. Deshalb lehnt sie sich nun auch ständig entkräftet unter Pflanzen und versucht sich wieder aufzurappeln.

Ob sie es schaffen wird, vermag ich noch nicht zu sagen. Aber, was mich am meisten beeindruckt hat, ist ihr Partner. Das Skalarmännchen schwimmt immer wieder nahe zu ihr hin, stupft sie vorsichtig an und verweilt treu in ihrer Nähe. Es scheint, als ob er neben ihr Wache hält und mit seiner Anwesenheit die anderen Fische zu vertreiben sucht – er wirkt etwas verdutzt, weil sie nicht wie gewöhnlich an seiner Seite mit ihm schwimmt, daher untersucht er sie immer wieder und mustert sie mit seinem einzelnen, noch intakten Auge. Ich dachte nicht, daß Fische derart treu sein können.

Edit 14.September: ach, was bin ich froh – das Skalarweibchen hat sich wieder berappelt und schwimmt nun wieder fit im Aquarium herum. Gestern abend dachte ich noch, das wird wohl nichts mehr, aber wie man sieht haben auch Fische mitunter ungeahnte Selbstheilungskräfte.

Besuch einer Schlingnatternfamilie

1. August 2008 at 21:43 | In Tiergeschichten | 1 Comment
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 Quelle: S. Schäfer/wikipedia.de

Gestern hatten wir Besuch von einer Schlingnatternfamilie. Meinen Chef packte das kalte Grauen – nein, nicht, daß er Angst vor Schlangen hätte, aber durchaus Angst vor den Behörden, denn die Tiere stehen unter strengem Artenschutz, und die Kombination Zoohändler und artengeschütztes Tier unter einem Dach kommt dann doch nicht so gut rüber… Ein Kunde brachte das Tier aus dem östlichen Ausland mit, wohl unwissend, daß diese Art geschützt ist und ohne Ahnung, was auf ihn zukommen hätte können, wenn das Tier bei einer behördlichen Kontrolle entdeckt worden wäre. Zuhause angekommen packte ihn dann doch das schlechte Gewissen, denn er meldete dem zuständigen Behördenvertreter, daß er die Schlange versehentlich bei einem Holztransport eingeschleppt hätte…außerdem wurden aus dem einen Tier rasch viele, denn die Gute war ein Weibchen, das – wie alle Schlingnattern – mehrere lebende Junge zur Welt brachte. Während der Behördenvertreter jetzt erst einmal Zeit braucht um sich kundig zu machen, wo denn das Tier demnächst ausgewildert werden könne, stand der mehrfache Schlangenpapi nun aber unter Zugzwang, denn die vielen Mäulchen wollen natürlich gefüttert werden. Aus diesem Grunde kam er auch mit der gesamten Schlangenfamilie im Schlepptau zu uns in den Laden – Futtertiere mußten her. Ins Visier faßten wir gemäß der Faustregel „Futtertiergröße entsprechend der Kopfgröße der Schlange“ für die Mutti erst einmal eine halbwüchsige Maus (ein sogenannter „Springer“) – für die Jungen hatten wir leider nichts auf Lager, denn die maßen von Nasen- bis Schwanzspitze vielleicht gerade mal 12cm…da wären selbst neugeborene Mäuse zu groß. Wir überlegten ein wenig, und mein Chef hatte schließlich den Einfall eventuell kleine Regenwürmer (zur Not zerstückelt) anzubieten…zum Speiseplan von Schlingnattern sollen nämlich angeblich auch Insekten und Regenwürmer gehören. Könnte funktionieren…

Mehr Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlingnatter

Verwaiste Mäusebabies und Leihmütter

13. Juni 2008 at 23:07 | In Tiergeschichten | 1 Comment
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 Quelle: macin/ pixelio.de

Gestern brachte ein Kunde etwa 20 Mäusebabies zu uns. Er hatte sie selbst von einem Bekannten als Futter für seine Bartagame geschenkt bekommen, aber es waren einfach zuviele, also brachte er den Rest zu uns. Nur etwa die Hälfte schien bereits selbst fressen zu können, die anderen waren noch blind und auf Muttermilch angewiesen. Zwei der blinden Mäusebabies verfütterte ich an unsere jungen Kornnattern, doch wohin mit dem Rest?  Mein Chef hatte eben erst Babymäuse zum Verkauf als Futtertiere geliefert bekommen – es wäre undenkbar gewesen, sie alle rechtzeitig als Futter verkaufen zu können bevor sie den Hungertod sterben würden. Also mußte eine Mäusemutter her.

Eine Arbeitskollegin aus der Hunde- und Katzenfutterabteilung pflegt im Hinterzimmer eine kleine Nager-Hobbyzucht und eines ihrer Mäuseweibchen hatte just an diesem Tag Junge geworfen. Also quartierten wir den Mäusepapi und das zweite Mäuseweibchen kurzfristig aus, damit sie die fremden Jungtiere nicht fressen, und mischten die verwaisten Babymäuschen unter den frischen Wurf…mit Erfolg. Sofort begann sie die Jungen zu putzen und etwas später säugte sie alle. Nun bleibt zu hoffen, daß sie genug Milch für die vielen Mäusschen haben wird – nötigenfalls müßten wir die dazugesetzten Waisenmäuse entfernen, wenn sie selbst fressen, damit die frischgeworfenen etwaige Rückstände wieder aufholen können. Immerhin ist die Mäusedame nun Mutti von etwa 16 oder gar 18 Mäusebabies.

Ich finde es unglaublich, wie komplex das Sozialsystem bei Mäusen ist. Leihmutterschaft bzw. Ammenmütter sind bei Mäusen nicht unüblich. Auch Vielzitzenmäuse säugen die Jungen von anderen Weibchen, wenn es sich gerade so ergibt.

Die Entdeckung der Langsamkeit

4. Juni 2008 at 19:57 | In Haltungstipps, Tiergeschichten | Leave a Comment
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Im Kindergarten meiner Tochter ist seit neuestem das Schneckenfieber ausgebrochen – die Kinder sammeln die Schnecken in Kübeln und befüllen diese mit Gras um die Schnecken dann stolz den anderen präsentieren zu können. Natürlich wollte meine Kleine dann auch unbedingt zuhause eine Schnecke pflegen, also nörgelte sie so lange herum bis wir eine Schnecke suchen gingen – die einzige, die wir angesichts der sommerlichen Temperaturen finden konnten, war eine Weinbergschnecke (Helix pomatia). Zuerst brachten wir sie in einem Blumentopf unter, da ich nicht annahm, daß ihr Interesse länger als 1-2 Tage anhalten würde und wir die Schnecke dann wieder aussetzen könnten. Doch das Schneckenfieber hält immer noch an (Die Schnecke wurde sogar auf den unglaublich einfallsreichen Namen „Schneckile“ alias „Papaschnecke“ getauft.) und so mußte heute eine adäquate Unterbringung her. Ich besorgte als bei uns im Laden ein 10-Liter Aquarium und wir quartierten die Schnecke um – damit sie nicht flüchten kann, ist das Becken mit einer durchlöcherten Frischhaltefolie überdeckt. Nun gibts noch eine Portion gewaschenen Salat und morgen werde ich vermutlich noch eine Sepiaschale für die Kalkzufuhr mitbringen. Eine flache, kleine Schale mit Wasser werde ich auch noch im neuen Terrarium unterbringen, damit unser „Schneckile“ gegebenenfalls Flüssigkeit tanken oder baden kann – bei den Achatschnecken im Laden konnte ich schon öfter beobachten, wie sie durch ein Wasserschälchen kriechen.

Im Prinzip ist eine Weinbergschnecke gleich zu halten wie eine Achatschnecke mit der Ausnahme, daß sie nicht so empfindlich auf tiefe Temperaturen reagiert und etwas weniger Feuchtigkeit benötigt. Aber Achtung an alle Weinbergschneckenliebhaber – in Österreich und Teilen Deutschlands zählt die Weinbergschnecke zu den gefährdeten Tierarten und darf nicht oder nur begrenzt gesammelt werden. Auf jeden Fall sollte man solche Schnecken, wenn man sie sich zur Beobachtung mit nach Hause nimmt, beizeiten wieder an ihrem Herkunftsort auswildern. Im übrigen können Weinbergschnecken sehr alt werden – in freier Natur etwa 8 Jahre, in guter Pflege bis zu 20 Jahre:

http://de.wikipedia.org/wiki/Weinbergschnecke

http://www.helix-pomatia.de/

Meine erstes „Aquarium“

23. Mai 2008 at 22:51 | In Tiergeschichten | 1 Comment
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 Quelle: die alex/pixelio.de

Meine ersten aquaristischen Schritte unternahm ich als Kind mit einem Goldfischglas. Das „Ding“ – anders kann man so etwas ja wirklich nicht bezeichnen – wurde einmal wöchentlich ausgeleert und unterm Wasserhahn heiß ausgewaschen. Zu diesem Zwecke mußte der jeweilige Bewohner (es war immer ein Goldfisch) rausgefangen und in einer Tupperdose zwischengeparkt werden. Man möchte es kaum glauben, aber der älteste Goldfisch, den ich in diesem „Ding“ totgepflegt hatte, wurde – man staune – 4 Jahre alt. Allerdings war er vergleichsweise zwergwüchsig – vermutlich hielt er es wie der Junge in der Erzählung „Die Blechtrommel“ und beschloß einfach irgendwann nicht mehr zu wachsen um sich dieser grausamen Welt zu verweigern. Einmal am Welttierschutztag (was für ein Hohn!), als alle Volkschulkinder ihre Haustiere mitbringen konnten, durfte auch mein heißgeliebter Goldfisch in besagter Tupperdose mit mir zum Unterricht gehen – todtraurig war ich, denn Thomas´ Hund und Franks Meerschwein stahlen ihm klarerweise die Show. :-( (Im übrigen: Frank war der verträumte Junge, der einmal versehentlich statt mit seiner Schultasche mit seinem Meerschwein unterm Arm in der Schule angetanzt ist und, der immer in Hauspatschen nach Hause ging, weil er vergaß seine Schuhe anzuziehen.)

Ausbrecherin gefasst

21. Mai 2008 at 19:05 | In Tiergeschichten | 1 Comment
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 Quelle: HoggleBoy/ pixelio.de

Vorletztes Wochenende ist unsere kalifornische Kettennatter ausgebüchst (wie ihr das gelang ist bis dato ungeklärt) - sie in unserem Laden zu suchen und erfolgreich zu finden, ist ein Ding der Unmöglichkeit, da Schlangen sich in den hintersten und unzugänglichsten Winkeln verstecken. Da dieses Tier nicht giftig ist und eher menschenscheu, war gottseidank auch nicht zu befüchten, daß es einem Kunden etwas antun könnte…naja, einen gehörigen Schrecken könnte es durchaus verursachen.

Jedenfalls bin ich sehr froh, da sie nun wieder heil aufgetaucht ist – mein Chef fand das wärmebedürftige Tier hinter seinem Computer, wo es offensichtlich die warme Abluft des Gerätes aufsuchte. Nun ist sie wieder in ihrem Terrarium und kriegt ihr noch ausstehendes Fressen – die Gute frißt übrigens nur weiße Mäuse, vor anderen Kleinnagern hat sie fürchterliche Panik und wehrt sie aggressiv ab.

 

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