Ein anstrengender Tag…
24. Oktober 2009 at 21:29 | In Zoogeschäft | Leave a CommentEin anstrengender Tag geht zu Ende. Heute mußte ich den ganzen Samstag alleine im Geschäft sein, weil der Rest unserer Crew nicht da war. Bereits zur Geschäftsöffnung am Morgen mußte ich für eine Kundin verschiedene Barsche aus den großen Schaubecken keschern, was recht zeitaufwendig sein kann bei einigen Tieren. Das ging dann so den ganzen Tag hindurch weiter, sodaß die Kunden teilweise bis zu einer halben Stunde warten mußten bis sie an die Reihe kamen. Ich bin sehr froh, daß alle so geduldig mit mir waren – lediglich eine Dame zog etwas traurig ab, weil sie nicht mehr warten wollte. Zwischenzeitlich habe ich mir dann noch meine Lendenwirbelsäule verrissen, was sehr schmerzhaft war, und ich mußte mir erst einmal ein Aspirin einwerfen um mich überhaupt noch bewegen zu können.
Irgendwann kommt an so einem Tag der Punkt, wo man in eine Art Rausch verfällt und die Zeit, sowie auch das Durst- und Hungergefühl, vergißt. Erst nach Geschäftsschluß so gegen 17.30 Uhr konnte ich erstmals durchatmen, verschlang mein Jausenbrot, das ich mir eigentlich als Mittagessen mitgebracht hatte und versorgte die letzten Tiere, bei denen es noch nötig war. Etwa zu dieser Zeit rief ich dann noch meinen Chef an und berichtete ihm vom Tag und vom Kassastand…er meinte dann, wenn ich so einen Tag so gut überstehe, dann hätte ich ja eigentlich noch mehr Reserven. Hahaha, schlechter Scherz!
Als ich hinterher im Auto saß um meine Tochter bei der Oma abzuholen, da kam es mir vor als wäre mein Kopf auf doppelte Größe angeschwollen…ein sehr seltsames Gefühl. Nach einem Kaffee bei der Oma ging es samt Töchterchen ab nach Hause, wo ich dann gegen 19 Uhr eintrudelte und wo schon die Katze hungrig auf uns wartete. Flugs noch die Meerschweinchen gefüttert und dann hieß es auch noch: „Komm Mama, jetzt machen wir noch eine Party mit den Barbies.“ Leider hatte ich ganz vergessen, daß meine Kleine am Vortag ihr Kinderzimmer komplett verwüstet hatte und so mußten wir uns erst einmal eine halbe Stunde durch My-Little-Ponies, Plüschtiere, Plastikdinosaurier, das halbe Kleiderschrankinventar und eine Unmenge an Puppen-Accessoires kämpfen um Platz für den Barbie-Supergau zu schaffen. Nach einer weiteren halben Stunde Barbies-spielen gab ich dann erschöpft auf und verschmolz erst einmal mit dem Sofa…auf das ich mich nach diesen Zeilen auch gleich wieder zurückziehen werde. Gute Nacht…
Land unter!
21. September 2009 at 21:26 | In Nicht kategorisiert, Zoogeschäft | Leave a Comment
Quelle: Blue Petunia/ flickr.com
Heute unterlief mir wieder einmal ein Multitasking-Malheur. Wir haben gerade Baustelle im Laden, weil wir eine neue Deckenbeleuchtung bekommen und so stehen unsere Ausstellungsbecken und einiges an Ware überall im Raum verteilt um dem Elektriker Platz für seine Leiter zu gewähren. Nicht nur, daß das ganze Herumhantieren des Elektrikers heute meinen Fluß ziemlich störte, es aperte durch die Umräumarbeiten auch jede Menge Dreck aus, der nun weggeputzt werden sollte. Nebenbei führte ich noch ein, zwei Wasserwechsel durch, die schon seit einigen Tagen anstanden. Just als mein Chef gerade Aquarium liefern war und unser Lehrling zur Mittagspause ging, kam eine Frau in den Laden mit einem Garantiefall für ein 60-Liter-Aquarium. Die Kundin teilte mir außerdem noch gleich mit, welche Dinge sie außer dem neuen Aquarien-Unterteil bräuchte und so hatte ich alles mögliche abzuhaken: Aufklebethermometer heraussuchen, Rückwandfolie zuschneiden und – relativ zeitaufwendig – die Abdeckung des alten und des neuen Aquariums auszutauschen, was angesichts der Verriegelung der Abdeckungen gar nicht einfach war. Dabei vergaß ich schlichtweg darauf, daß ja nach wie vor das Wasser lief. Als dann unser Lehrling von der Mittagspause zurückkam, vernahm ich einen aufgeregten Schrei: „Was ist denn hier passiert?“ Ui, ui, dachte ich und mir schwante übles. Ich fertigte also noch die Kundin rasch ab und lief nach hinten. Was für ein Desaster! Mindestens 100 Liter Wasser, wenn nicht noch mehr, zogen eine nasse Furt durchs Geschäft. Dabei weichten sie gleich noch die ganzen Verpackungen der umherstehenden Aquarien und Filter ein bis sie nach ca. 8 Metern in einem Haufen rasch aufgelegter Putzfetzen versickerten.
Schöne Bescherung – wir schaufelten soviel als möglich mit Kehrschaufeln in bereitgestellte Kübel, auch ein Kunde half uns noch eifrig dabei und, als dann noch unser Chef dazustieß, packte auch er noch kräftig mit an. Ich bin froh, daß er Fassung bewahrt hat und mir nicht gleich den Schädel vom Rumpf gerissen hat für diese Überschwemmung. Im Gegenteil – er nahm es mit Humor und meinte: „Wieso müßt ihr das immer so umständlich machen, wenn ihr einmal das Geschäft wischen wollt?“ Lieber Chef: Danke!
Dafür bekam dann der Elektriker sein Fett weg, denn dieser hatte ihm mit der ganzen Bohrerei das gesamte Sera-Verkaufsregal, sowie den Kassentisch zugestaubt, ebenso auch alle Aquarien…das fand er dann nicht so prickelnd, denn das Säubern eines solchen Regals nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, da man ja alle einzelnen Dosen herausnehmen, abstauben und wieder einsortieren muß. Naja, aufgrund des vieles Staubes wären wir ums Wischen ohnehin nicht herumgekommen…nur machen wir es eben umständlicher
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