Riesige Haibarben

16. März 2009 at 17:26 | In Grundsätzliches | Leave a Comment
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Quelle: lawson_l2001/ flickr.com

Am vergangenen Samstag bekamen wir 3 riesige Haibarben von einem Kunden. Eine davon mißt etwa 25cm, die beiden anderen gut 30cm und so waren sie aus seinem Aquarium rausgewachsen. Mein Chef bot ihm an, die Tiere in unser 2-Meter-Becken zu übernehmen und so dürfen die drei nun Anschauungsobjekt für jene Kunden sein, die sich partout nicht ausreden lassen möchten, daß man Haibarben nicht in einem 100-Liter-Becken halten kann. Es ist nicht nur so, daß diese Fische bis zu 40 cm lang werden können, hinzu kommt auch noch, daß sie sich sehr rasch und ruckartig fortbewegen und schon alleine dies ist ein ernstzunehmender Ausschlußgrund für kleine Aquarien. Übrigens: in ihrer Heimat in Südostasien werden diese Fische zur Insektenbekämpfung in den Reisfeldern eingesetzt und sie gelten außerdem als leckerer Speisefisch.

Hier ein paar große Haibarben (engl.: bala shark):

Der Haibarbenquäler

15. August 2008 at 16:18 | In Erlebnisse mit Kunden | 2 Comments
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Quelle: Raymond Spekking/ http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Haibarben_%28Balantiocheilos_melanopterus%29.jpg

Vorgestern war wieder einmal so ein Besserwisser unter den Kunden – unser Lehrling erzählte mir von seiner unheimlichen Begegnung mit diesem Kunden kurz vor Ladenschluss. Er wollte eine Haibarbe kaufen, worauf ihn unser Lehrling nach der Größe des Aquariums fragte – er erwiderte, daß es ein 54 Liter-Set sei. Darauf meinte der Lehrling schließlich richtigerweise, daß das viel zu klein sei, weil diese Tiere ja locker 25 cm lang werden können und viel Schwimmraum brauchen. Der Kunde konterte: er solle ihm gefälligst die Haibarbe einpacken, denn er wisse ja, daß das dennoch geht, weil er ja schon einmal eine Haibarbe in 54 Liter hatte und die „passen sich ja an“. (Ja, die Betonung liegt hier wohl wirklich auf „hatte“.) Als unser Lehrjunge dann noch darauf hinwies, daß der Fisch dann möglicherweise verkrüppelt sein wird, weil er Kümmerwuchs erleidet, beeindruckte das den Kunden gar nicht. Überhaupt sei er von unserem Laden sowieso enttäuscht, denn seine Frau hätte zwei Tage zuvor bei uns Guppies gekauft, diese dann ins Aquarium geschüttet und die seien dann gleich gestorben. Unser Lehrling fragte nach, ob sie denn  die Anleitung auf dem Fischbeutel befolgt hätte und die Fische entsprechend umgesetzt hatte? Der Kunde „Nein, natürlich nicht, aber das kann es ja wohl auch nicht gewesen sein…“ Der Kunde trat derart forsch auf und, weil unser Lehrling den Chef nicht dazu holen konnte, weil dieser gerade mit einer anderen Kundin beschäftigt war, gab er ihm schließlich widerwillig doch den Fisch. Als der Kunde sich dann noch Malawibuntbarsche aussuchen wollte, blockte er dann aber gottseidank ab – was zuviel ist, ist zuviel.

Als mir unser Lehrling die Story dann gestern in der Früh berichtete, wurde ich echt zornig. Das Tierschutzgesetz gibt ja nicht umsonst Mindestgrößen vor, an die sich auch der Herr XY halten muß…also manchmal wünschte ich mir schon, daß das Gesetz zumindest stichprobenartig kontrolliert würde…

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