Wahnsinnserfolg mit Seemandelbaumblatt
4. Juli 2008 at 20:34 | In Hilfreiches | 1 CommentTags: Otocinclus Seemandelbaumblatt, Seemandelbaumrinde

Quelle: wikipedia
Immer, wenn wir eine neue Lieferung von Otocinclus (Ohrgitterharnischwelsen) bekamen, begann spätestens nach zwei Tagen das große Sterben – Otocinclus kommen zumeist als Wildfänge in den Handel, daher ist es sehr schwierig diese aufwuchsfressenden Fische auf handelsübliches Fischfutter umzustellen. Außerdem sind sie durch Fang, Transport und Zwischenhälterung bei Großhändlern oft bereits sehr geschwächt, wenn sie bei uns im Zoohandel eintrudeln – all diese Faktoren führen dazu, daß diese Fische sehr hohe Ausfallsraten aufweisen. Ich habe nun schon seit einiger Zeit herumüberlegt, wie man die Ausfallsrate senken könnte, habe mit verschiedenen Futtermitteln experimentiert und diverse Medikamente zum Einsatz gebracht, dabei lag das Gute doch so nah. Bei der letzten Lieferung vor etwa eineinhalb Wochen gab ich Seemandelbaumblatt zu (1 großes Blatt auf 75 Bruttoliter) und siehe da: kein einziger Ausfall bei den Otocinclus und zudem nehmen sie auch noch mit großem Appetit ihre Futtertabletten (Sera Vipachips) an. Das ist nicht nur ein sehr guter Erfolg – das ist ein gewaltiger Riesenerfolg und ist mir in meiner Zeit hier im Laden noch nicht untergekommen.
Ich kann die Zugabe von Seemandelbaumblatt bei Ohrgitterharnischwelsen also nur weiter empfehlen – sie wirken antibakteriell, werden von den Otos sehr gerne abgeraspelt und säuern das Wasser mit Huminsäuren an. Auch Seemandelbaumrinde könnte ich mir als geeignete Altenative dazu vorstellen.
Von der Seemandelbaumrinde ( http://www.aquamax.de/HG29UG03.htm ) habe ich inzwischen übrigens auch Positives zu berichten – in zwei Becken mit jungen Skalaren kam es aufgrund der hohen Temperaturen und der hohen Besatzdichte zu vielen Todesfällen, die vermutlich mit bakteriellem Befall, jedoch ohne klarer Symptomatik, einhergingen – täglich starben 5-10 Tiere in diesen betreffenden Becken. Ich gab Seemandelbaumrinde dazu und die Sterberate ging deutlich zurück – bereits am ersten Morgen nach der Zugabe, vermerkte ich in dem einen Becken nur mehr 3 tote Fische, im anderen nur 1 toten Fisch. In den Folgetagen waren zwar noch einzelne Ausfälle in diesen Becken zu beobachten, aber insgesamt hatte sich die Situation entschärft – nun, nach etwa 1 Woche, sind die restlichen Fische wieder unauffällig.
Seemandelbaumrinde
22. Mai 2008 at 01:09 | In Hilfreiches | 2 CommentsTags: Seemandelbaumblatt, Seemandelbaumrinde
Alternative Heil- und Hilfsmittel boomen derzeit in der Aquaristik. Neben Salz, Torf, Erlenzapfen, Eichen- und Buchenlaub, sowie Zimtstangen und Schwarztee, konnte inzwischen auch das aus Asien stammende Seemandelbaumblatt dank seiner antibakteriellen Wirkungsweise in der Aquaristik Fuß fassen. Man kann es in getrockneter Form im Zoohandel beziehen oder sich selbst ein Seemandelbaumbäumchen daheim aufstellen und von Zeit zu Zeit Blätter ernten. Das neueste Alternativprodukt ist offenbar Seemandelbaumrinde: http://www.aquamax.de/HG29UG03.htm
Von der Wirkungsweise her dürfte es dem Seemandelbaumblatt sehr ähnlich sein, ich selbst kann dazu noch nicht viel sagen, hoffe aber, daß wir es bald auch im Laden testen können.
Weiterführende Links:
http://www.aquamax.de/HG29.htm
http://www.aquarium.ch/index.php/Fische/Alternative-Behandlungsmethoden.html
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