10 goldene Regeln für den Zierfischkauf

3. April 2008 at 16:05 | In Grundsätzliches, Hilfreiches | 1 Comment
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 Quelle: wolferl1/pixelio.de

1. Beachte die Filterung der Aquarienanlage deines Händlers. Auch, wenn einzeln gefilterte Becken vielleicht durch den im Becken eingebrachten Filter nicht so ansehnlich oder gar unmodern wirken  – die Chance, daß sich seuchenartige Krankheiten über mehrere Becken verteilen sind sehr gering dadurch.

2. Achte darauf, ob für jedes Becken ein eigenes Netz verwendet wird – Kescher, die für alle Becken verwendet werden, können zur Übertragung von Krankheiten beitragen. Ein Händler, der nur ein oder zwei Netze in Verwendung hat, sammelt mit denselben Netzen unter Umständen auch die anfallenden Leichen ein – definiv ein Gesundheitsrisiko für die Fische.

3. Ein toter Fisch im Becken, kann einmal vorkommen - wenn jedoch in mehreren Becken tote Fische zu beobachten sind, dann dürfte die Aquarienpflege im betreffenden Laden eventuell etwas vernachlässigt sein.

4. Algen im Schaubecken sind keine Schande. Durch übertriebenen Putzwahn besteht ein ständiges Risiko der Krankheitsübertragung von Becken zu Becken.

5. Vermeide den Kauf von Fischen aus einem Becken, in dem die Fische weiße Pünktchen, Hautbeläge oder starke Flossenschäden aufweisen. Kontrolliere den Ernährungszustand der Fische.

6. Vermeide den Kauf von allzu kleinen Jungfischen. Einige Fische, z.B. Skalare oder Buntbarsche, gelangen oft zu jung in den Handel. Kaum ein Händler tätigt den Aufwand zur Jungfischaufzucht, die mehrmaliger täglicher Fütterung bedarf - sehr junge Fische sind daher mitunter in schlechtem Ernährungszustand, der oft Folgeprobleme im häuslichen Aquarium nach sich zieht.

7. Verlasse dich nicht darauf, daß dein gerade erst frisch eingerichtetes Aquarium bereits stabil läuft – selbst Bakterienstarter halten oft nicht, was sie versprechen. Besetze dein Aquarium anfangs eher sparsam und beachte dies auch beim Fischkauf – weniger ist letztlich oft mehr. Es ist für die Stabilität eines Aquariums besser anfangs eher weniger Fische zu kaufen, dafür etwas mehr in Pflanzen, Dünger und Beleuchtung zu investieren.

8. Wenn du dich beim Zoohändler informiert hast über deine Wunschfische – überprüfe auch selbst noch, ob Fischgröße, Haltungsanforderungen und die gegebene Beckengröße zusammen passen. Die meisten Zierfischhändler haben Bücher über Fische im Sortiment, in denen man nachschlagen kann – entweder nach Kauf des Buches zuhause oder man blättert bereits im Zooladen einmal kurz hinein. Nimm Abstand von Riesenbabies wie etwa Jungtiere von Wabenschilderwelsen, Haibarben, Minihaien, Prachtschmerlen, usw., wenn dein Aquarium nicht mindestens 1,5m lang ist.

9. Kaufe nur Arten, die miteinander harmonieren. Riskiere keine ungünstige Besatzkonstellation, solange du die nötige Erfahrung noch nicht hast. Besonders vorsichtig solltest du bei der Vergesellschaftung von Krebsen und Fischen sein - viele Krebse sind Fischräuber.

10. Du mußt deine Aquarienkarriere nicht unbedingt mit einem Standardbesatz an Lebendgebärenden und Neonsalmlern starten. Auch der obligatorische „Putzerfisch“ muß nicht sein. Oft läuft ein Artenbecken mit 1-2 weniger geläufigen Fischarten runder und unkomplizierter.

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